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calendar_today23.3.2026

4. Klasse in Weimar

Im März reiste auch dieses Jahr unsere 4. Klasse nach Weimar, wo sie eine spannende Woche mit geschichtlichen und kulturellen Einblicken erwartete. Begleitet wurden sie von Margot Wittmer und Tomás Martín, der als begnadeter Historiker und Erzähler die Geschichte vor Ort lebendig werden liess.

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Auch dieses Jahr reiste die vierte Klasse wieder nach Weimar und verbrachte dort eine schöne und ereignisreiche Zeit. 

Auf der sechsstündigen Fahrt von St.Gallen nach Weimar wurde viel gelacht und erzählt. Schliesslich kamen alle heil in der Zieldestination an und konnte die erste kleine Tour durch die Stadt beginnen. 

Am Montagmorgen gab uns Herr Martín einige wichtige Informationen zu Denkmälern und historischen Orten weiter, bis das Bauhaus-Museum seine Tore öffnete. Nachdem wir am Nachmittag noch ein wenig durch die Stadt gebummelt waren, stand freie Zeit auf dem Programm – zumindest für die meisten. Ein paar Schüler:innen entschieden sich nämlich, sich mit einer neuen Haarfarbe oder einem Piercing selbst eine Erinnerung an die Reise zu setzen.

Das Museum für Zwangsarbeit besuchten wir am Dienstag. Dort blieb man längere Zeit, bevor es – trotz bereits knurrender Mägen – weiter zum nächsten Programmpunkt ging: Goethes Wohnhaus und das Goethe-Nationalmuseum. Nach dem Museumsbesuch schwärmten alle in verschiedene Richtungen aus, auf der Suche nach leckerem Essen. Besonders beliebt war dabei die vegane Bratwurst. Am Abend assen wir gemeinsam in einem vietnamesischen Restaurant und begaben uns danach zum Theater. Dort schaute sich die Klasse das Stück «Maschallah» an, welches sich mit dem Leben einer deutsch-jüdischen Lyrikerin zur Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. 

 

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Mit dem Bus fuhren wir am folgenden Tag zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Zuerst betrachteten wir die Stelen mit Meisselungen der verschiedenen Jahre. Wir schritten der Strasse der Nationen entlang und gedachten der Opfer. Anschliessend wurde das Gelände des ehemaligen KZs besichtigt, bevor wir nach einer kurzen Stärkung noch das Musuem besuchten.

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Als sich die Klasse schliesslich auf den Rückweg begeben wollte, wurden wir überrascht: Die Busfahrer streikten. Herr Martín organisierte daraufhin kurzerhand drei Grossbusse, sodass am Ende doch noch eine sichere Rückfahrt möglich war. Am Abend genossen wir schliesslich mexikanisches Essen – wobei sich einige fast den Mund an den besonders scharfen Gerichten verbrannten. 

Am Ende bleibt eine Woche voller Eindrücke, Geschichten und kleiner Abenteuer. Zwischen Museumsbesuchen, gutem Essen und spontanen Entscheidungen wurde viel gelacht – und genau das wird von dieser Reise wohl am meisten in Erinnerung bleiben. 

 

Text: Anja Holenstein

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