
Firenze - una settimana bellissima
Die Schönheit der Stadt bestaunen, die Uffizien besichtigen, ein bisschen dolce far niente geniessen, ins kühle Nass in Viareggio springen und den schiefen Turm von Pisa festhalten - all das und vieles mehr erlebte die 5. Klasse in Firenze - unsere Stimmung: La vita è bella!
Unser erster Tag in Florenz startete recht nass: Es regnete den ganzen Tag in Strömen. Doch wir liessen uns die Laune nicht verderben, machten das Beste daraus und flüchteten uns in die berühmte Kunstgalerie der Uffizien. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem gemütlichen Shopping-Trip, die perfekte Ausrede, um dem Florentiner Dauerregen zu entkommen.
Am Mittwoch wendete sich das Blatt, als wir uns auf den Weg nach Pisa machten. Das Wetter war deutlich besser, und so entstanden natürlich die obligatorischen (und herrlich klischeehaften) Fotos, auf denen wir versuchten, den Schiefen Turm zu stützen. Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen genossen wir das italienische Essen so sehr, dass wir komplett die Zeit vergassen. Das Resultat? Der Großteil der Klasse hätte fast den Zug verpasst. Mit einer ungeplanten, aber hocheffektiven Sporteinheit sprinteten wir zum Bahnhof und schafften es alle gerade noch kurz vor knapp in die Waggons.


Der Nachmittag führte uns weiter nach Viareggio ans Meer. Kaum angekommen, teilte sich die Klasse auf: Die einen gingen zu Fuss, die anderen mieteten sich E-Scooter, um den Strand zu erkunden. Trotz der eher frischen Wassertemperaturen und des kräftigen Windes bewiesen ein paar von uns Mut und wagten den Sprung in die Wellen. Völlig erschöpft vom kalten Meer versuchten sie danach, die wenigen Sonnenstrahlen zu erhaschen, um halbwegs trocken zu werden.
Dabei übermannte Lenis die Müdigkeit und er schlief ein. Genau in diesem Moment tauchte Herr Renold am Strand auf. Da kam uns eine Idee, die wir unbedingt in die Tat umsetzen wollten, was uns einige Überredungskunst abverlangte. Die Klasse sollte sich verstecken, und Herr Renold würde den schlafenden Lenis wecken, um ihn zu fragen, warum er denn ganz alleine am Strand zurückgelassen worden sei. Unser einziges Versteck war ein einzelner Sonnenschirm.
Dass darunter eine fast vollständige Schulklasse kauerte, war eigentlich kaum zu übersehen. Als Lenis jedoch verschlafen aufwachte, merkte er tatsächlich nichts. Völlig überzeugt erklärte er dem Lehrer, dass die Klasse wohl ohne ihn weitergezogen sei. Erst als wir uns vor Lachen nicht mehr halten konnten und er uns entdeckte, schien auch er sichtlich amüsiert.


Am Donnerstag verabschiedete sich das schlechte Wetter endgültig. Unseren letzten Tag konnten wir bei strahlendem Sonnenschein ganz entspannt im wunderschönen Boboli-Garten und im Palazzo Pitti verbringen. Weil das Wetter so herrlich war, beschlossen wir, den Abend auf dem Piazzale Michelangelo zu verbringen. Der Sonnenuntergang über den Dächern von Florenz war ein absolutes Highlight und der perfekte, emotionale Schlusspunkt der Reise. Auf dem Rückweg durfte, als Kontrastprogramm zur italienischen Küche, ein kurzer Zwischenstopp bei KFC nicht fehlen, bevor wir müde, aber glücklich in unsere Wohnungen für die letzte Nacht zurückkehrten.
Text: Norina Wipfli

