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calendar_today21.9.2026

steil klettern - nachhaltig bauen - weit wandern

Die RET der 4. und 5. Klasse boten Mitte September Gelegenheit, die Natur zu erkunden, sie zu schützen oder in der Natur die eigenen Grenzen auszuloten. Beim Klettern, bei der Waldarbeit und beim Wandern war für reichlich Bewegung an der frischen Luft gesorgt - ein praktischer sowie willkommener Ausgleich zur kognitiven Tätigkeit im Schulalltag.

steil klettern

Ausgestattet mit viel zu schweren Taschen und dicken Bergschuhen machten wir uns mit dem Friedberg-Bus und dem Zug auf den Weg nach Aurigeno an der Maggia. Gegen Mittag kamen wir in unserer eher einfachen Unterkunft an. Viel Zeit zum Einrichten blieb nicht. Gepäck loswerden und schon ging es zum ersten Mal zum Klettern in freier Natur. Nach einer guten Einführung wagte sich ein grosser Teil unserer Gruppe an die Felswand. Auch ich schaffte es bis ganz nach oben! Weniger angenehm waren allerdings die Kletterschuhe. Wer sie kennt, weiss: Bequem ist anders.

Auf dem Rückweg wurden wir von einem heftigen Wolkenbruch überrascht und kamen völlig durchnässt in der Unterkunft an. Nach dem Duschen waren am ersten Abend die Mädchen aus der 4. Klasse fürs Kochen zuständig. Ein TikTok-Rezept führte zu einem absoluten Chaos in der Küche. Gegessen wurde das Ergebnis wohl vor allem deshalb, weil alle riesigen Hunger hatten. Danach blieb Zeit für Volleyball und Gespräche, bevor um 22 Uhr Nachtruhe angesagt war. Unsere Vermutung: Die Lehrer sind eben schon etwas älter und brauchten dringend Erholung.

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Am Mittwoch regnete es. Und weil es regnete, mussten wir früh aufstehen. Bereits um sieben Uhr gab es Frühstück, danach fuhren wir zu einer Kletterhalle. Dort probierten wir verschiedene Routen aus und übten das Vorstiegs- und Nachstiegsklettern. Viele stellten sich bereits erstaunlich geschickt an.

Zum Mittagessen gab es Sandwiches, die wir am Morgen selbst belegt hatten. Am Nachmittag liessen die Kräfte langsam nach. Zurück in der Unterkunft hiess es wieder: Duschen und Essen. Diesmal kochten die Fünftklässler Fajitas und sie bewiesen, dass sie das deutlich besser beherrschten als wir am Vorabend. Später wurden natürlich auch die wichtigsten Neuigkeiten während der Nachtruhe ausgetauscht.

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Am Donnerstag durften wir etwas länger schlafen. Danach ging es nach Ponte Brolla. Schon die Anreise wurde zum Abenteuer: Die Schlauen fuhren mit dem Friedberg-Bus. Diejenigen, die zu Fuss gingen, verliefen sich zusammen mit dem Biolehrer im Wald. Und die Gruppe im öffentlichen Verkehr stieg an der falschen Haltestelle aus. Irgendwie kamen am Ende aber doch alle an.

Der Klettertag begann mit Abseilen. Dafür mussten wir unseren ganzen Mut zusammennehmen, denn schon der Aufstieg wirkte wahnsinnig gefährlich: steil, steinig und anstrengend. Vielleicht waren wir wegen der langen Gespräche in der Nacht bzw. am Vorabend auch einfach noch etwas müde. Anschliessend kletterten wir verschiedene Routen am Felsen, alle mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Inzwischen zeigten die Tage deutliche Spuren: Unsere Hände hatten Schwielen, unter den Fingernägeln sammelten sich dunkle Ränder, und Knie und Beine waren ordentlich zerkratzt. Trotzdem wagten einige von uns auf dem Rückweg eine Abkühlung im glasklaren, aber eiskalten Wasser der Maggia.

Am Abend kochte Noah für alle ein indisches Gericht, das grossartig schmeckte. Den letzten gemeinsamen Abend liessen wir mit Volleyball, vielen Gesprächen und einem inzwischen deutlich gewachsenen Gemeinschaftsgefühl ausklingen.

Text: Florence Kellenberger, 4. Klasse

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nachhaltig bauen

In Mühleholz bei Schaan begrüsste uns Förster Andi und führte uns zur Jugendherberge, wo uns bereits die beiden Leiterinnen Franzi und Nele erwarteten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in Gruppen an die Arbeit. Die eine Gruppe war damit beschäftig, einen sehr steilen Hang, an dem kurz zuvor ein Holzschlag durchgeführt worden war, von Ästen zu befreien. Die andere Gruppe begann damit, einen Weg zu auszubauen.

Am Abend spielten wir draussen Volleyball und andere Gäste sahen dem Treiben interessiert zu, bis der Ball einmal nicht die gewünschte Schussrichtung nahm. Spätestens als das Gewitter anbrach, flüchteten alle in den Innenbereich, wo mitunter Puzzeln als die Freizeitbeschäftigung der Woche entdeckt wurde.

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Der nächste Tag brach an, das schöne Wetter des Vortages blieb leider aus. Wir arbeiteten an einem ziemlich steilen Hang, wo wir sämtliche Sträucher entfernten, damit die Kühe diese später nicht fressen würden. Mitten in unsere Arbeit vertieft, überraschte uns ein Platzregen, der uns eine verfrühte Pause im leeren Stall einlegen liess.

Die Arbeiten vom Dienstag wurden am Donnerstag getauscht, die Gruppen waren an diesem Tag mit der jeweils anderen Arbeit beschäftigt. Abends wurde diskutiert, wer welche Arbeit am folgenden Tag verrichten würde, wobei es etwas Zeit brauchte, bis ein gemeinsamer Nenner gefunden wurde. Nach den Diskussionen kehrte Ruhe ein: Es galt, ein Puzzle mit 1000 Teilen in einem Abend zu schaffen. 

Unsere Puzzle-Fortschritte des Vorabends waren leider tagsüber von übermotivierten Aufräumaktivisten zerstört worden. Nach Stunden ambitionierter Zusammenarbeit schafften wir das Puzzle fertig, worüber sich alle in der Runde freuten. Das verlieh uns Flügel: Noch am selben Abend starteten wir mit einem neuen Puzzle, diesmal mit 1500 Teilen! Dieses konnte aufgrund der fehlenden Zeit nicht mehr fertiggestellt werden.

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Der letzte Morgen war geprägt von einem... wie lautet das noch einmal für den Bericht? Genau: ...von einem geringfügigen Konflikt wegen des Baus an einem Weg. Diesen konnten wir mithilfe eines unparteiischen Schiedsrichters ganz friedlich lösen. 

Während unserer RET erfuhren wir viel über den Wald und seine Bewohner, insbesondere wie wichtig der Wald und dessen Pflege für das allgemeine Ökosystem und die Siedlungen weiter unten im Tal ist. Für viele war es ausserdem eine wertvolle neue Erfahrung, mit den Händen statt mit dem Kopf zu arbeiten. Draussen in der Natur und drinnen beim Puzzlen erlebten wir Zusammenarbeit, Durchhaltevermögen und das Gefühl von Freude - und auch etwas Stolz, zum Gemeinwohl beigetragen zu haben.

Text und Bilder: Melanie Keller, 4. Klasse

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weit wandern

Alles, was wir für die Woche brauchten, packten wir in unseren Rucksack. Jeden Tag legten wir weite Strecken zu Fuss zurück: Auf unseren Weitwanderungen waren wir in den Kantonen Graubünden, Wallis und Uri unterwegs. 

Zum Auftakt besuchten wir das Benediktinerkloster Disentis. Ein Mönch führte uns durch das Kloster und erzählte uns von der Geschichte des Ortes, von seinem Alltag und seinen Aufgaben. 

Unterwegs nutzten wir die Brunnen am Wegrand gerne für eine Abkühlung. Am zweiten Tag kam das Wasser dann von oben: Der Regen überraschte uns - trotzdem wanderten wir tapfer weiter. Unterwegs hatten wir viel Zeit, um mit einander ins Gespräch zu kommen - und ab und zu auch, um uns zu beschweren. Über den Regen, die lange Strecke oder unsere schmerzenden Füsse. Und über die Aussage, dass es bestimmt nur noch eine Viertelstunde dauern würde.

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Die grösste Herausforderung wartete am dritten Tag auf uns: die Königswanderung auf dem Gommer Höhenweg. Sie war für viele von uns anstrengender als die bisherigen Etappen - umso mehr genossen wir die eindrückliche Aussicht, mit der wir nach den Strapazen belohnt wurden. 

Übernachtet haben wir in Hotels entlang der Strecke - ein kulinarisches Highlight erlebten wir beim Pizzaesssen. Auch nach dem Wandern blieb Zeit, gemeinsam etwas zu unternehmen: Wir erkundeten die Dörfer, spielten oder kamen ins Gespräch. So waren wir während dieser Woche nicht nur viel zu Fuss unterwegs, sondern hatten auch reichlich Gelegenheit, einander besser kennenzulernen.

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